![]() Der
Notarzthubschrauber Christophorus 5 (OE-XVA) bzw. dessen nicht mehr
eingesetzte Vorgängermodelle stehen seit dem 1. Januar 1993
ganzjährig für Rettungseinsätze im Tiroler Oberland und
den angrenzenden Gebieten in Vorarlberg, der Schweiz, Italiens und
Deutschlands zur Verfügung.
Seit 2006 wird auf dem 1997 errichteten Heliport Zams / Landeck ein Hubschrauber des Typs Eurocopter EC 135 T2+ eingesetzt, der mit zwei Turboméca Arrius 2B2 Turbinen ausgestattet ist. |
![]() Die Besatzung des Hubschraubers besteht aus dem Piloten, dem Notarzt und dem Flugretter (HCM).
Die in den Tiroler Notarzthubschraubern tätigen Flugretter haben neben einer Ausbildung zum Notfallsanitäter auch eine zum Bergretter sowie eine zum HCM (HEMS Crew Member) zu absolvieren (HEMS - Helicopter Emergency Medical Services). |
![]() Der Heliport Zams / Landeck ist der Standort mit der höchsten Einsatzfrequenz und einem besonders breiten Einsatzspektrum. Im Jahr 2009 stellte der Bereich "Unfall Sport / Freizeit alpin" mit 46,5% aller Einsätze die häufigste Notfallart dar. Internistische (17,4%) und neurologische (7,4%) Notfälle folgten in der Einsatzstatistik auf Platz zwei und drei. |
![]() Durch
die Ausstattung mit zwei Turbinen bieten die Eurocopter EC 135 der
ÖAMTC-Flugrettung eine deutlich erhöhte Sicherheit, da die
Piloten sämtliche Flugmanöver auch bei einem Ausfall einer der
beiden Turbinen weiterhin sicher durchführen können.
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Der
Christophorus 5 in Zams / Landeck ist einer der vier in Tirol stationierten
Christophorus-Notarzthubschrauber: Standort des Christophorus 1 ist
Innsbruck, Christophorus 4 ist in Kitzbühel stationiert, Christophorus 7 versorgt Osttirol vom Heliport in Lienz.
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![]() Christophorus 5 vor
dem Hangar des Heliport Zams / Landeck, in welchem der Hubschrauber
außerhalb der Betriebszeiten untergebracht ist.
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![]() Der gekapselte Heckrotor - besser bekannt unter dem Fachbegriff Fenestron des Hubschrauberherstellers Eurocopter - bietet eine Vielzahl von Vorteilen gegenüber dem herkömmlichen, frei stehenden Heckrotor. Neben einer deutlichen Reduktion des entstehenden Lärms bringt diese Konstruktion auch eine größere Bodenfreiheit des Heckauslegers und eine erhöhte Sicherheit für am Boden befindliche Personen mit sich. |
![]() Der
Fahrtmesser (Airspeed Indicator) im Cockpit zeigt die Geschwindigkeit
im Vergleich zu der den Hubschrauber umgebenden Luft in Knoten (knots,
kt) an. Diese sogenannte Indicated Airspeed (IAS) wird über die
Pitotrohre (Staudruckrohre), von denen der Eurocopter EC 135 zwei besitzt,
ermittelt.
In der Bildmitte ist eines der beiden Pitotrohre zu sehen. |
![]() Hinter
dem Sitz des Flugretters befinden sich die Pumpe für die
Vakuummatratze und ein Rucksack mit medizinischer Ausrüstung und
Medikamenten, die nur in seltenen Fällen gebraucht werden. Auf dem
im Bild rechten Sitz befindet sich in Griffweite des Notarztes der sog.
Notfallrucksack, der mit den im Notfall am häufigsten gebrauchten
Ausrüstungsgegenständen und Medikamenten bestückt ist.
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![]() Der
Notarzt kann von seinem Sitz die Patienten während des Fluges
kontinuierlich versorgen und behandeln. Sämtliche
medizinisch-technischen Geräte befinden sich in Griffweite.
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Das Cockpit des Christophorus 5 / Eurocopter EC 135 T2+
Fahrtmesser (Airspeed Indicator) - Dieser zeigt die Geschwindigkeit im Vergleich zu der den Hubschrauber umgebenden Luft in Knoten (knots, kt) an. Diese Indicated Airspeed (IAS) wird über die sog. Pitotrohre (Staudruckrohre), von denen der EC 135 zwei besitzt, ermittelt. (1 Knoten entspricht 1,852 km/h) Künstlicher Horizont / Fluglageanzeiger (Artificial Horizon) - Dieser zeigt die Längs- und Querachsenlage des Hubschraubers gegenüber dem wahren Horizont an. Höhenmesser (Altimeter) - Zeigt die anhand des Luftdrucks ermittelte Flughöhe des Hubschraubers in Fuß (feet, ft) an. (1 Fuß entspricht 0,3048 Meter) Radarhöhenmesser / Funkhöhenmesser (Radar Altimeter) - Dieser sendet ein Radarsignal in Richtung Erdoberfläche und ermittelt aus der Reflexion die Höhe des Hubschraubers. Wird im Landeanflug bzw. bei Taubergungen eingesetzt. Variometer (Vertical Speed Indicator) - Zeigt die Steig- bzw. Sinkrate des Hubschraubers in Fuß pro Minute an. Kurskreisel (Heading Indicator / Directional Gyro) - Ein Kreiselinstrument zur Richtungsmessung. CAD (Caution and Advisory Display) und VEMD (Vehicle and Engine Multifunction Display) - Das Caution and Advisory Display wird zusammen mit den beiden Vehicle and Engine Multifunction Displays als CPDS (Central Panel Display System) bezeichnet. Das CAD zeigt Warnungen, Hinweise und den Tankfüllstand an, die VEMDs zeigen unter anderem Parameter der Turbinen, des Getriebes und der Bordelektronik sowie die Außentemperatur an. Warnleuchten - Zeigen zusammen mit einem akustischen Alarm akute technische Defekte bzw. Probleme des Hubschraubers an. Moving Map System - Eine digitale Karte mit permanenter Verortung des Hubschraubers und Anzeige dieses Standorts auf dem jeweils aktuellen Kartenausschnitt. Garmin GNS 430 - Eine Kombination aus GPS-Empfänger (Global Positioning System) und Kommunikationseinheit. Engine Control System - Steuerung der Turbinen. Die beiden Turboméca Arrius 2B2 Turbinen, mit welchen die Eurocopter EC 135 T2+ ausgestattet sind, werden durch eine FADEC, eine volldigitale Triebwerksregelung, gesteuert und kontrolliert (FADEC - Full Authority Digital Engine Control). Pitch - Regelung des Auftriebs des Hubschraubers. Der Pilot bringt den Hubschrauber über den Pitch in Steig- bzw. Sinkflug. Stick - Mit dem Stick wird der Hubschrauber in die gewünschte Richtung gesteuert. Pedale - Mit den Pedalen wird der Heckrotor gesteuert um den Hubschrauber während des Fluges in Richtung zu halten bzw. den Hubschrauber um seine eigene Hochachse drehen zu lassen. |
![]() Das Cockpit des Christophorus 5 / Eurocopter EC 135 T2+ TETRA-Funkgerät - Neben einem GSM-Telefon und drei taktischen Funkgeräten verfügt der Christophorus 5 auch über ein TETRA-Funkgerät (Terrestrial Trunked Radio). TETRA ist ein digitales Bündelfunksystem, das eine verschlüsselte und abhörsichere Sprach- und Datenübertragung bietet. Im Bundesland Tirol steht den Blaulichtorganisationen ein derartiges TETRA-Netzwerk flächendeckend zur Verfügung. |
![]() 406 MHz ELT
- Dieser
Behälter, der rechts neben dem Pilotensitz positioniert ist,
enthält einen Notfunksender, der nach einer Bruchlandung aktiviert
wird und ein Alarmierungssignal auf 406 MHz sendet. Dieses Signal wird
von Satelliten des COSPAS/SARSAT-Systems, einem internationalen Such-
und Rettungssystem zur Lokalisierung von aktivierten Notfunksendern,
empfangen und in eine für das jeweilige Gebiet zuständige
Rettungsleitstelle weitergeleitet, welche dann die entsprechenden Such-
und Bergemaßnahmen einleitet (COSPAS - Cosmicheskaya Sistyema Poiska
Avariynich Sudov, SARSAT - Search and Rescue Satellite-Aided Tracking).
Diese Notfunksender (EPIRB - Emergency Position Indicating Radio Beacon) werden sowohl in der Seefahrt als auch in der Luftfahrt, wo die Abkürzung ELT (Emergency Locator Transmitter) gebräuchlich ist, verwendet. Bei einer Benutzung auf dem Land werden die Sender als PLB (Personal Locator Beacon) bezeichnet. |
![]() Die
medizinisch-technischen Geräte des Christophorus 5: Spritzenpumpe,
Beatmungsgerät, EKG mit Defibrillator und transkutanem Herzschrittmacher,
Absauggerät.
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![]() Die Spritzenpumpe B.Braun Perfusor compact dient zur automatisch dosierten und kontinuierlichen Verabreichung von Medikamenten.
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![]() Das Beatmungsgerät Dräger Oxylog 2000 ermöglicht die Unterstützung von Patienten mit nicht ausreichend vorhandener Atmungsaktivität.
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![]() Das Schiller ARGUS PRO LifeCare
ist eine Kombination aus Defibrillator, transkutanem Herzschrittmacher
und Patientenmonitor (unter anderem mit vollständiger
EKG-Aufnahme). Eine Abschirmung der Bordelektronik des Hubschraubers ermöglicht den Einsatz des Defibrillators auch während des Fluges.
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![]() Das Boscarol OB 1000
ist ein medizinisches Absauggerät, das zur Entfernung von Blut
oder Erbrochenem aus dem Bereich der Atemwege verwendet wird.
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